Wissenswertes

Aktuelle Informationen rund um das Thema Gesundheit.

Patientenverfügung

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Viele Menschen haben Angst, dass sie aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr in der Lage sind, ihren Willen zu äußern und hilflos den lebenserhaltenden Apparaten ausgesetzt sind, die ihnen ein würdiges Sterben versagen. Sie können ihre Ängste mit einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht ausräumen und sich vor Maßnahmen schützen, die nicht in ihrem Sinne sind.
Patientenverfügungen, in denen geregelt wird, wie in bestimmten Situationen – wie beispielsweise länger anhaltendem Wachkoma oder Lähmungen aufgrund von Schlaganfall – verfahren werden soll, sind für den Arzt verbindlich. Dieser darf natürlich keine aktive Sterbehilfe leisten, sondern kann lediglich die lebenserhaltenden Maßnahmen einstellen, wie etwa die Beatmung oder künstliche Ernährung. Der Patient kann in der Verfügung jedoch auch lebensverkürzende Maßnahmen wie eine Schmerztherapie mit Morphin ablehnen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Formulierungen eindeutig gemacht werden, weil sie sonst Auslegungssache sind und vor Gericht nicht standhalten. Obwohl eigentlich eine mündliche Willenserklärung gegenüber einer Vertrauensperson ausreichend ist, sollte aufgrund der besseren Beweisbarkeit eine schriftliche Patientenverfügung angefertigt werden. Vorsicht ist angeraten bei vorgefertigten, seitenlangen Vordrucken, die es auszufüllen gilt. Werden hier Alternativen vergessen auszustreichen, ist der Wille des Patienten nicht nachvollziehbar. Wer unsicher in der Ausformulierung ist, sollte sich einen Notar oder einen Mediziner zu Hilfe nehmen.

Ratsam ist es, in einer Vorsorgevollmacht eine Vertrauensperson zu benennen, die die Maßgaben der Patientenverfügung durchsetzt. Viele Menschen gehen davon aus, dass automatisch die nächsten Angehörigen diese Aufgabe übernehmen, wenn sie selbst nicht mehr dazu in der Lage sind, ihren Willen klarzumachen. Dem ist jedoch nicht so. Ohne Vollmacht bestimmt das Gericht einen Vormund, der für die Belange des Pflegebedürftigen eintritt.

Eine Vorsorgevollmacht bedarf keiner besonderen Form. Sie sollte jedoch ebenfalls klar und eindeutig formuliert sein. In Kraft tritt sie in jedem Fall erst, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zu äußern.

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Vitamin K und gerinnungshemmende Medikamente

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Sollte man bei der Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten auf den Vitamin K Gehalt in Lebensmitteln achten?

Immer wieder wird diese Frage von Betroffenen gestellt. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch der Verzehr größerer Mengen Vitamin-K-reicher Lebensmittel keinen bzw. nur einen unwesentlichen Einfluss auf den Quick- bzw. INR-Wert haben. Eine Vitamin-K-arme Ernährung ist in der Praxis auch nur schwer zu realisieren, da sowohl die Resorptionsvorgänge im Darm, als auch die Vitamin-K Produktion durch die Darmbakterien kaum kontrollierbar sind. Zudem finden sich sehr unterschiedliche Angaben zum Vitamin-K-Gehalt in den Lebensmitteltabellen, was eine genaue Berechnung des Vitamin-K-Gehaltes im Speiseplan unmöglich macht.

Vitamin K wird im Körper für die Bildung von Gerinnungsfaktoren benötigt, die z.T. nur in Gegenwart von Vitamin K in der Leber synthetisiert werden können. Da bei der Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten eine Verzögerung der Blutgerinnung erreicht werden soll, wirkt Vitamin K als Gegenspieler. In den Beipackzetteln von gerinnungshemmenden Medikamenten wird oft empfohlen, den Verzehr Vitamin-K-reicher Lebensmittel einzuschränken bzw. Lebensmittel mit hohem Vitamin-K-Gehalt zu meiden. Wie durch Untersuchungen gezeigt wurde ist dies nicht notwendig, da selbst der Verzehr größerer Mengen Vitamin-K-reicher Lebensmittel (z.B. 500g Spinat) den Quick- bzw. INR-Wert nicht oder nur unwesentlich beeinflussen. Der Verzicht auf Vitamin-K-reiche Lebensmittel, wie beispielweise Spinat, Broccoli, alle Kohlsorten, Sauerkraut und Innereien ist unnötig. Nur eine plötzliche Änderung der Ernährungsweise, wie z.B. die Umstellung von einer „normalen“ auf eine sehr fettarme Ernährung oder auf eine Kost, die reich an Blattgemüsen ist, sollte vermieden werden bzw. erfordert eine besonders engmaschige Überwachung des Quick-Wertes.

Auf die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln z.B. Vitamin-K-haltigen Multivitaminpräparaten ist zu verzichten bzw. deren Einnahme ist mit dem behandelten Arzt zu klären.

Es wird eine abwechslungsreiche, vollwertige, dem Energiebedarf angepasste gemischte Kost empfohlen. Auf eine einseitige Ernährungsweise und kurzfristige Diäten sollte verzichtet werden.

Ernährung bei Marcumartherapie:

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dem angegebenen Vitamin K – Gehalt um Werte im Rohzustand handelt. Vitamin K wird durch Wärmeeinwirkung zum Teil zerstört, so dass der Vitamin K – Gehalt der gekochten Lebensmittel deutlich darunter liegen kann. Grundsätzlich brauchen Sie auf die unten aufgeführten Nahrungsmittel nicht vollständig zu verzichten, legen

Sie bitte Wert auf eine ausgewogene, möglichst gleichförmige Mischkost. Lediglich auf rohes Sauerkraut sollten Sie komplett verzichten.

Ungefährer Vitamin K – Gehalt von Lebensmitteln

Der Vitamin K – Gehalt ist hoch, wenn er über 0,10 mg/100g Nahrungsmittel liegt

  • z.B. Brathuhn 0,30 mg/100g
  • Hühnerleber 0,60 mg/100g
  • Kalbsleber 0,15 mg/100g
  • Rinderleber 0,30 mg/100g
  • Muskelfleisch (Rind, Schwein, Lamm) 0,20 mg/100g
  • Blumenkohl 0,30 mg/100g
  • Broccoli 0,13 mg/100g
  • Kohl 0,20 mg/100g
  • Kopfsalat 0,20 mg/100g
  • Rosenkohl 0,60 mg/100g
  • Rotkraut 0,30 mg/100g
  • Sauerkraut 1,54 mg/100g
  • Sojabohnen 0,20 mg/100g
  • Spinat 0,40 mg/100g
  • Weizenkeime 0,35 mg/100g
  • Sonneblumenöl 0,50 mg/100g

Der Vitamin K – Gehalt ist mittel, wenn er zwischen 0,1 und 0,01 mg/100g Nahrungsmittel liegt

  • z.B. Schweineleber 0,03 mg/100g
  • Vollei (ca. 50g) 0,05 mg/100g
  • Bohnen (jung, grün) 0,02 mg/100g
  • Erbsen (jung, grün) 0,04 mg/100g
  • Erdbeeren 0,01 mg/100g
  • Karotten 0,08 mg/100g
  • Pilze 0,02 mg/100g
  • Spargel 0,04 mg/100g
  • Honig 0,03 mg/100g
  • Hafer, Korn 0,05 mg/100g
  • Mais, Korn 0,04 mg/100g
  • Weizen, Kleie 0,08 mg/100g
  • Weizen, Korn 0,02 mg/100g
  • Maiskeimöl 0,05 mg/100g

Der Vitamin K – Gehalt ist niedrig, wenn er unter 0,01 mg/100g Nahrungsmittel liegt

  • z.B. Kuhmilch 0,004 mg/100g
  • Tomaten 0,008 mg/100g
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Coenzym Q10

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Ich bin überzeugt davon, dass es lebensverlängernd sein kann, Q10 einzunehmen, zumindest davon, dass eine gesteigerte Lebensqualität möglich ist. Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, so dass ich hierzu bereits einige Artikel in unterschiedlichen Medien veröffentlicht und auch Vortragsveranstaltungen abgehalten habe. Besonders betroffen sind Patienten, die sogenannte Statine, cholesterinsenkende Arzneimittel, einnehmen. Diese senken zwar den Cholesterinspiegel wirkungsvoll, was das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich senkt, beeinflussen aber leider auch die Synthese des lebenswichtigen Q10 negativ, denn das wird über den gleichen Stoffwechselweg hergestellt, wie das Cholesterin. Die Konzentration von Q10 im Körper wird unter Statin Einnahme laut kontrollierten klinischen Studien um 25-75% gesenkt, zusätzlich zur altersbedingten Q10 Spiegel Senkung, die mit ca. 40 Jahren beginnt. Bereits bei einem Q10 Mangel von 25% kann die Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus beeinträchtigt sein. Tritt ein verstärkter Mangel an Q10, z. B. aufgrund einer langfristigen, höheren Statineinnahme auf, so kann sich das in unbestimmten Muskulaturschmerzen äußern. Sollten Sie hierunter leiden, versuchen Sie doch mal, ob sich der unerquickliche Zustand unter der Einnahme von Q10 nicht zum Besseren verändert. Coenzym Q10 ist lebenswichtig für die Zellatmung und den Energietransport in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ unserer Zellen.

Besonders gefährdet sind die Herzmuskelzellen, hier kann schon ein geringes Q10 Defizit von 5-10% zu einer Störung der Herzfunktion führen. Neben seiner Funktion als Energielieferant erfüllt Q10 bei Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel eine andere wichtige Aufgabe. Es schützt das LDL-Cholesterin (umgangssprachlich oft als schlechtes Cholesterin bezeichnet) vor einem Angriff aggressiver Sauerstoffteilchen. Erst oxidiertes LDL-Cholesterin ist maßgeblich für den Verschluss von Blutgefäßen verantwortlich. Somit wird das Cholesterin durch Statine zwar gesenkt, bei Q10 Mangel jedoch vermehrt oxidiert und damit gefährlich für die Adern. Q10 ist generell ein gutes Antioxidans, das die Zellen vor freien Radikalen schützt und damit das gesamte Immunsystem stärkt. In dieser Funktion hilft das Coenzym Q10 auch beim Entgiften und bei der Regeneration der Leber. Bei Lebererkrankungen ist der Q10 Spiegel jedoch bis zu 50% reduziert, daher würde ich auch jedem Patienten mit einer Lebererkrankung die Einnahme von Q10 dringend ans Herz legen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Mangel an Q10 besonders für Menschen mit geschwächtem Herz-Kreislaufsystem ein doppeltes Risiko bedeutet. Um Herz und Adern erfolgreich zu schützen, wird angeraten zwischen 30-100mg Q10 pro Tag einzunehmen. Wir raten jedem Bluthochdruckpatienten, jedem Herz-Kreislaufpatienten, jedem Patienten mit Stoffwechselstörungen, jedem älteren und vor allem übergewichtigen Patienten und jedem lebergeschwächten Patienten sich rechtzeitig mit dem lebenswichtigen Coenzym Q10 zu versorgen. Wir finden das optimale Produkt in passender Stärke und gutem Preis-Leistungsverhältnis für Sie, garantiert!

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Tiere und verschiedene Blutgruppen

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Blutgruppen sind bestimmte Oberflächenstrukturen auf den roten Blutkörperchen. Ebenso wie der Mensch haben auch die meisten Tiere unterschiedliche Blutgruppen und zum Teil sogar wesentlich mehr.

Wie viele – das ist teilweise allerdings noch genauer zu erforschen. Vornehmlich ist das Blutgruppensystem bei Haustieren erfasst; es ist weit vielseitiger und komplizierter als beim Menschen und variiert von Tierart zu Tierart.

Beim Hund sind zum Beispiel acht Hauptgruppen bekannt, die mit DEA (= Dog erythrocyte antigene) 1.1, 1.2 usw. bezeichnet werden. Bei der Katze werden derzeit drei Blutgruppen – A, B und AB – unterschieden. Die Blutgruppe 0, die es beim Menschen gibt, findet man bei Katzen nicht. Bei Pferden kennt man hingegen zur Zeit acht Blutgruppensysteme (A, B, C, D, K, P, Q und U).

Bei Hunden und Katzen kann relativ einfach durch den Tierarzt die Blutgruppe bestimmt werden. Wird eine Blutspende erforderlich, reagieren Hunde weniger empfindlich auf andersartiges Spenderblut als zum Beispiel Katzen. Bei letzteren ist auch die Ausgangslage deutlich ungünstiger: So haben zirka 96 Prozent aller Stubentiger die Blutgruppe A, das bedeutet im Ernstfall möglicherweise Probleme in der Beschaffung von Transfusionsblut für die restlichen vier Prozent. Auch bei manchen anderen Tierarten können bei Transfusionen mit unverträglicher Blutgruppe schwerwiegende Probleme auftreten. Da die erste Transfusion von Fremdblut aber meist recht gut vertragen wird, sind die Symptome weniger gravierend als beim Menschen.

In Kleintierpraxen ist eine Bluttransfusion gar nicht so selten – zum Beispiel wenn ein Hund oder eine Katze einen Unfall und dadurch viel Blut verloren hat. Ist die Blutgruppe bekannt, kann in einer Tierblutbank innerhalb von 24 Stunden das passende Blut bestellt werden.

Und schließlich können auch bei der Vermehrung die Blutgruppen eine Rolle spielen. Wenn beispielsweise ein Vater eine andere Blutgruppe vererbt als die Mutter, entwickelt das Muttertier Antikörper gegen die Blutgruppe des Jungtieres, die die roten Blutkörperchen des Jungtieres zerstören. Das kann für kleine Katzen etwa sehr gefährlich sein, eine schwere Gelbsucht verursachen oder sogar zum Tode führen.

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Tabletten teilen, ist das sinnvoll?

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Das Teilen von Tabletten ist aus medizinischen und ökonomischen Gründen weit verbreitet. Es gibt einige wenige Arzneimittel, die tatsächlich nicht in geringerer Stärke vorliegen, ein Teilen somit unumgänglich ist, allerdings sind das nicht mehr als ca. 5 Arzneimittel auf dem Markt. Überwiegend wird aus Kostengründen geteilt. Jedoch ist nicht jedes Arzneimittel zur Teilung vorgesehen, eine eingekerbte Rille kann durchaus auch rein verzierende Gründe haben. Aber auch wenn die Tablette zur Teilung vorgesehen ist, hängt das Ergebnis von verschiedenen Faktoren ab, wie Größe und Festigkeit der Tablette, der Fingerbeweglichkeit, der Kraft, dem Sehvermögen und der Methode. Die besten, aber dennoch nicht überzeugenden Ergebnisse bringen Tablettenteiler. Hier weicht „nur“ jede 5. Teilung ca. um 15% ab, jede 12. Teilung um mehr als ca. 25%. Auch liegen bei fast jeder dritten Fachinformation keine Hinweise bezüglich der Eignung auf Teilbarkeit vor. Sollen dann noch gleichmäßige Viertel entstehen, können Sie sich vorstellen, wie gut und gleichmäßig diese herzustellen sind. Die Dosisgenauigkeit entspricht quasi dem Zufall. Sie sollten also möglichst ganze Tabletten verwenden und diese nur im Notfall teilen, fragen Sie uns jederzeit gern, ob andere Dosierungen Ihres Arzneimittels verfügbar sind und ob Ihr Medikament überhaupt zur Teilung vorgesehen ist.

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